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Hoffnung für die Kriegswaisen von Bubanza

Entwicklungshilfe Oberstdorfer Rotary Club hilft in Ostafrika

Oberstdorf | kae | Was tun, wenn der Erfolg langjährigen Entwicklungshilfe-Engagements durch den drohenden Verkauf der dafür notwendigen Immobilien in Frage gestellt wird? Mit diesem Problem sah sich der Rotary Club Oberstdorf konfrontiert – und konnte durch die Übernahme eines Kinderheims in Burundi eine drohende Tragödie für 43 Kriegswaisen zwischen 10 und 17 Jahren abwenden.

Seit über 20 Jahren sind die Oberstdorfer Rotarier in dem ostafrikanischen Zwergstaat (knapp halb so groß wie Bayern) humanitär engagiert. Ein gemeinsam mit dem südfranzösischen Partnerclub Pézenas aufgebautes Rehabilitationszentrum in der Burundischen Provinzstadt Bujumbura wurde in einem Bürgerkrieg zu Beginn der 90er-Jahre zerstört. Angesichts der aussichtslosen Lage tausender Kinder, deren Eltern und Geschwister im Krieg umgekommen waren, richtete sich das Engagement der beiden Clubs bald völlig auf die Unterstützung der Kriegswaisen aus.

In der zweitgrößten Stadt, Gitega, hatten sich einige Frauen zusammengetan und die hilflosesten Kinder in einem leer stehenden Haus untergebracht. Die Lebensumstände waren katastrophal. 1996 nahmen die Clubs aus Oberstdorf und Pézenas das Projekt „Waisenheim Gitega“ in Angriff. Mit Louis Riboli vom Pézenaser Club war ein Gewährsmann vor Ort, der die damals noch gefährlichen Hilfstransporte für Lebensmittel und Kleidung organsisierte und dafür sorgte, dass die gesammelten Spenden vor Ort ankamen. Die weitere Finanzierung übernahm weitgehend der Oberstdorfer Club. Ende 2006 konnte das Projekt erfolgreich beendet werden. Die meisten Heimbewohner von damals konnten die Schule abschließen und haben heute einen Beruf. 13 Jugendliche wohnen noch dort und werden von privaten Paten weiter unterstützt, auch von heute erwachsenen ehemaligen Heimbewohnern, denen ihr Heim zur Heimat geworden ist.

Am Rande des Hungertodes

Aber bereits sechs Jahre vorher kehrte Rotarier Dr. Hans Rohde von einer Reise nach Burundi zurück. Was er zu berichten hatte, war zwiespältig: zwar lief das Projekt in der Hauptstadt Gitega erfolgreich, aber in anderen Teilen des laut Welthungerhilfe ärmsten Landes der Welt blieb die Lage für die Kinder prekär. Der Oberstdorfer Club entschied sich, auch in der Kleinstadt Bubanza, wo Kinder zum Teil am Rande des Hungertodes standen, ein Projekt wie in Gitega zu beginnen, wiederum mit Gewährsmann Riboli vor Ort. Ab 2001 konnten Kinder aufgenommen werden. Innerhalb von drei Jahren entwickelte sich das Kriegswaisenheim Bubanza zur Erfolgsgeschichte: die früheren Straßenkinder, die im Heim Aufnahme gefunden hatten, waren inzwischen gut ernährt und bekleidet, gingen regelmäßig zur Schule und waren medizinisch versorgt. Die Gemeinschaft, in der sie lebten, hatte dazu geführt, dass es den Kindern auch psychisch deutlich besser ging. Darüberhinaus war das Waisenhaus auch zu einem Stützpunkt für Straßenkinder geworden, die nicht mehr aufgenommen werden konnten. Sie bekamen eine warme Mahlzeit am Tag, Kleider und Medikamente.

Drohender Verkauf

2007 dann die beunruhigenden Nachrichten: der Eigentümer des Heimgebäudes wolle die Immobilie verkaufen. „Das Schicksal der Waisenkinder war damit plötzlich wieder ungewiss“, so Rohde. „Durch den geplanten Verkauf des Gebäudes drohte den schwer traumatisierten Kindern nun der Verlust dieser für sie so essentiellen Chance auf ein menschenwürdigeres Leben. Wir mussten etwas tun“.

Im Juli vergangenen Jahres nahmen die Rotarier Kontakt auf mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wegen der Förderung eines Erwerbs des Waisenheims. Und siehe da: das BMZ stellte die Förderung des Kaufs in Aussicht, wenn die Nachhaltigkeit des Projekts gesichert sei. „Das war es und das ist es heute noch“, bestätigt Dr. Walter Popp, Präsident des Rotary Clubs Oberstdorf, immerhin werde man auch in den kommenden beiden Jahren jeweils bis zu 5.000 Euro beisteuern, wenn das Spendenaufkommen für das Heim nicht ausreichen sollte. Inzwischen ist der Kauf für 26.000 Euro notariell beurkundet. Und die Kinder haben wieder eine Zukunft.

PR-Wettbewerb "Das Beste über Rotary"

Beim PR-Wettbewerb des Distriktes 1840 belegten die Clubs Mainburg-Hallertau und Ebersberg-Grafing jeweils gleichrangige erste Plätze für die Präsentation eines Einzelprojektes und die mediale Darstellung der Clubaktivitäten während eines rotarischen Jahres. 

Governor Harald Bos überreichte den Präsidenten Karin Oechslein (4. v. links) und Reinhard Linseisen (3. v. links) anlässlich der Distriktkonferenz in Bad Wörishofen die Siegerurkunden.

Die Jury-Mitglieder AZ-Chefredakteur Rainer Bonhorst (links), Gerd-Ulrich Brandenburg (2. v. rechts) und Elisabeth v. Mengden (2. v. links) bescheinigten den Gewinnern professionelle PR-Arbeit.

 


Rotary Club Dorfen übergibt Geldspende über € 10.800,-

für soziale Projekte aus dem Erlös der Tombola

Dorfen, 28. Mai 2008 - Die Weihnachtstombola macht´s möglich: Für soziale Projekte übergab Annemarie Werhazy, Präsidentin des Rotary Club Dorfen, einen Scheck über 10.800,- Euro für 6 soziale Projekte.

Mit dem Gewinn aus der Tombola unterstützt der Rotary Club Dorfen

Der RC Dorfen konnte mit seinen 35 Mitgliedern in den knapp 7 Jahren seines Bestehens mehr als 100.000 Euro für soziale Projekte aufbringen!

Bild: Spendenübergabe

Von links nach rechts:
Dr. Dirk Anders, RC Dorfen, zuständig für Hilfe Krankenhaus in Nepal
Michael Bulla, RC Dorfen zuständig für Projekt Freunde, Suchtprävention im Kindergarten
Hilde Mittermaier, Nachbarschaftshilfe
Karin Fiedler, Sozialpädagogin Dipl. FH, "Bingo" Offener Jugendtreff Dorfen, Träger Brücke Erding e.V.
Monika Gronegger, Verein "Frauen für Frauen"
Annemarie Werhazy, Präsidentin RC Dorfen
Jürgen Holz, Organisation Tombola RC Dorfen und Past-Präsident
Martine Lefortier-Medvey, Mitglied RC Dorfen

Rotary Club München Flughafen vergibt erstmals Business Award

München-Flughafen – Glücklich und gerührt hat Rupert Voß, Initiator der „Work an Box Company“, den 1.Business-Award des Rotary Club München Flughafen entgegen genommen. Das Projekt richtet sich an gewaltbereite jugendliche Serienstraftäter mit dramatisch schlechten privaten Hintergründen und hat das Ziel, diese durch praktische Arbeit und Boxtraining in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Der Präsident der Flughafen-Rotarier, Martin Gaissmaier, begrüßte im Historischen Festsaal des Alten Rathauses in München 200 Gäste zu der feierlichen Übergabe der Trophäe und des Geldpreises in Höhe von 5.000 Euro.
Mit dem Business Award sollen Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise ihrer sozialen Verantwortung innerhalb der Gesellschaft stellen. Bewerben konnten sich alle wirtschaftlich orientierten Unternehmen bzw. Organisationen, auch kleine und mittelständische Firmen, die ihren Schwerpunkt in den Regionen Oberbayern, Niederbayern und Bayerisch Schwaben haben. „Soziales und gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln müsse nicht im Widerspruch zur Ökonomie stehen“, so Gaissmaier.

Die Festrede des Abends hielt Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Kirchhof, Deutschlands renommiertester Steuer- und Rechtsexperte.
Er stellte den Freiheitsgedanken in den Mittelpunkt seines interessanten und pointenreichen Festvortrages. Ihm gelang es, den Finger in zahlreiche Wunden unserer Gesellschaft zu legen und sie kritisch zu beleuchten. Etwa wenn er über die Situation junger Eltern oder die Überbürokratisierung durch Brüssel und Berlin sprach.
Immer wieder griff er dabei seine Kernthese auf, wie elementar die Freiheit des einzelnen Menschen ist.
Zum Ende seiner Ausführungen kam Kirchhof zurück zum Anlass des Abends. Härtere Strafen für gewalttätige Jugendliche seien aus seiner Sicht keine Lösung. Projekte wie die „Work an Box Company“ würden hier dagegen die richtige Richtung aufzeigen, den Jugendlichen Verantwortung und den Umgang mit Freiheit lernen.

Rupert Voß, der Initiator des Projektes „Work and Box Company“ nahm die eigens angefertigte Trophäe „Berge versetzen“ in Empfang und schilderte die Situation der Jugendlichen in der Einrichtung. Sie alle seien Opfer schon seit frühester Kindheit. Die jungen Männer seien geschlagen oder seelisch misshandelt worden und seien sozial nicht integriert.
Der Erfolg des Projektes sei beeindruckend: 80 Prozent jedes Jahrgangs konnten auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden, 90 Prozent dieser Jugendlichen leben heute in stabilen Verhältnissen und wurden nicht mehr straffällig.

Zum Ende des stimmungsvollen Abends dankte Präsident Gaissmaier der „Erfinderin“ des Business Awards, der Flughafen-Rotarierin Dr. Gisela Bolbrügge für ihren Einsatz und die gute Idee, sozial engagierte Unternehmen auszuzeichnen.

Unser Bild v.l.:
Rupert Voss von der „Work and Box Company“ erhielt den 1.Business Award des RC München Flughafen von Festredner Prof. Paul Kirchhof, Organisatorin Dr. Gisela Bolbrügge und Club-Präsident Martin Gaissmaier.

Rotarische Partnerschaft mit Slowenien

Freising/Flughafen – Zu einem echten Feiertag wurde das aktuelle Treffen des Rotary Club München Flughafen im „il mondo“ am Terminal 1.
Die Flughafen-Rotarier sind ab sofort offizieller Partnerclub des RC Škofja Loka aus Slowenien. Außerdem wurde Prof. Dr. Monika Gerschau für ihre unermüdliche Arbeit im Club mit der höchsten Auszeichnung, die Rotary International zu vergeben hat, der „Paul Harris Fellowship“ Medaille, ausgezeichnet.

Zu diesem Ehrentag gab es hohen Besuch. Neben Freisings Oberbürgermeister Dieter Thalhammer begrüßte auch der Generalkonsul der Republik Slowenien, Alfred Killer, die 50 Rotarier aus der Flughafen-Region und überbrachte seine Glückwünsche.

Auf Anraten von Dieter Thalhammer hatte Prof. Dr. Monika Gerschau vor einem Jahr Kontakt mit dem Rotary Club der Freisinger Partnerstadt Škofja Loka aufgenommen.
Auf Anhieb verstanden sich die Mitglieder beider Clubs bestens, und so konnte Präsident Martin Gaissmaier jetzt die offizielle Partnerschaftsurkunde im Namen des RC München Flughafen unterzeichnen.

Oberbürgermeister Thalhammer erklärte, dass eine Verbindung zwischen beiden Ländern bereits seit Jahrhunderten bestehe, sie gehe zurück auf die Zeit der Freisinger Fürstbischöfe. Heute prägen „tragfähige Partnerschaften und herzliche Freundschaften“ den Kontakt. Mit Blick auf ein vereintes Europa böte sich hier nun auch eine internationale und zukunftsträchtige Konstellation.
„Das Verständnis wächst und die Grenzen fallen auch in den Köpfen“, erklärte Talhammer und wünschte der frisch geschlossenen rotarischen Partnerschaft alles Gute.

Generalkonsul Alfred Killer stellte im Anschluss Slowenien und seine Geschichte vor. Das EU-Mitgliedsland hat seit Januar 2008 den Vorsitz in der EU-Kommission und damit eine enorm wichtige Rolle übernommen. Darüber hinaus brachte er den Rotariern Slowenien als liebenswertes Gastgeberland und ausgesprochen attraktives Reiseziel näher.

Anschließend überreichte Martin Gaissmaier der völlig überraschten Prof. Dr. Monika Gerschau die „Paul Harris Fellowship“ Medaille. Die ehemalige Präsidentin des RC München Flughafen engagiert sich neben der üblichen sozialen Arbeit, die alle Rotarier leisten, über alle Maßen für den weltweiten Studentenaustausch und hat letztlich auch den Grundstein für die Club-Partnerschaft gelegt.

Bei einem Glas Sekt hieß es zum Abschluss dieses feierlichen Abends völlig zu Recht „Prost“ und „Na zdravje!“

World Peace Fellowship - Master-Studiengang "Friedens- und Konfliktforschung"

Mit Kathrin Meier wird aus dem Distrikt 1840 für das zweijährige Weltfriedendsstipendium 2009/2010 eine Kandidatin entsandt, die von Rotary International im weltweiten Wettbewerb für einen von ca. 60 Studienplätzen ausgesucht wurde. Das Masterstudium bereitet für eine spätere Tätigkeit in internationalen Organisationen vor. Kathrin Meier, vorgeschlagen vom RC Passau, zeichnet sich durch ihre einschlägige fachliche Vorbildung (Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien), ihre gefestigte Persönlichkeit sowie die Übereinstimmung ihrer Werthaltung mit den Zielen Rotary´s aus. Sie beginnt das Studium in Buenos Aires im März 2009. Derzeit arbeitet sie bei Malteser International und ist in diesem Zusammenhang als Berichterstatterin unterwegs. Von ihrer letzten Reise nach Afrika erstellte Sie sehr lesenswerte Berichte